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Justus von Liebig

Wenn du über den Maximiliansplatz in München gehst, kommst du an der Statue von Justus von Liebig vorbei. Er gilt als einer der einflussreichsten Chemiker des neunzehnten Jahrhunderts. Sein Leben verbindet Darmstadt, Paris, Gießen und München: Von 1852 bis zu seinem Tod im Jahr 1873 lehrt er hier.

Geboren 1803 in Darmstadt, lernt er die Chemie früh kennen, im Farben- und Pigmentgeschäft seines Vaters. Über die Universität Erlangen führt ihn sein Weg nach Paris zum renommierten Chemiker Joseph Gay-Lussac. Gemeinsam mit Friedrich Wöhler untersucht er Fulminate und entdeckt dabei die Isomerie, ein Konzept, das die moderne Chemie prägt. 1824 beruft ihn die Universität Gießen, wo er das erste Lehrlabor gründet und Studierende selbst experimentieren lässt. Mit diesem Labor revolutioniert er die chemische Ausbildung.

Seine Arbeit zur Pflanzenernährung legt den Grundstein für die Düngemittelindustrie, auch wenn man einige seiner Theorien später verfeinert. Ein Denkmal markiert sein Grab im Alten Südfriedhof und ehrt seine Verdienste um die Wissenschaft. Selbst die Küche verdankt ihm etwas, denn Liebig wirbt für den Nährwert von Fleischextrakten. Später erweist sich der versprochene Nährwert als falsch, doch aus der Idee entsteht der Brühwürfel.

Stadt
München
Aktualisiert

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