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Marschallbrücke

Die Marschallbrücke führt dich über die Spree mitten durch den Berliner Bezirk Mitte und verbindet die Luisenstraße mit der Wilhelmstraße. Sie misst 57 nutzbare Meter, ruht als Rahmenbrücke auf Mauerwerkspfeilern und Widerlagern und steht unter Denkmalschutz. Gewidmet ist sie Feldmarschall Blücher, der in den Befreiungskriegen siegreich war.

Die Geschichte dieser Stelle beginnt deutlich früher. Im siebzehnten Jahrhundert führte eine hölzerne Laufbrücke über die Spree, etwa zweihundert Meter flussaufwärts. Sie verband die neu gegründete Dorotheenstadt mit dem Nordufer. 1740 ließ der jüdische Bankier Veitel Heine Ephraim sie erneuern, 1795 riss man die baufällige Konstruktion ab. Nach den Befreiungskriegen kam dann der Neubau als Teil der verlängerten Wilhelmstraße: Karl Friedrich Schinkel entwarf 1818 eine gusseiserne Brücke, die man wegen hoher Kosten bis 1820 vereinfachte. Paul Gottheiner errichtete darauf zwischen 1881 und 1882 eine Eisen- und Stahlbrücke mit drei geschmiedeten Bogenbindern, kunstvollen Geländern und Metallreliefs. Der Zweite Weltkrieg beschädigte sie schwer, doch nach Kriegsende reparierte man sie zügig. Beim späteren Umbau zur Spannbetonkonstruktion mit sechzehn vorgefertigten Verbundträgern blieb das nördliche Brückenfeld mit seinem genieteten Stahlbogen erhalten.

Die Fahrbahn bringt 19 Meter Breite mit, davon 15 für den Verkehr und an beiden Rändern je zwei für Fußgänger. Die Leuchten sitzen direkt auf den Pfeilern, und seit 2019 führen eigene Radwege über die Spree. Ein Detail lohnt deinen Blick: Das Geländer des erhaltenen Nordfelds schmiedete man beim Wiederaufbau nach historischen Entwürfen neu.

Stadt
Berlin
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