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Burgkapelle St. Nikolaus und Hl. Jungfrau Maria

Die Burgkapelle St. Nikolaus und Hl. Jungfrau Maria steht an der Ostseite der Burgruine und wirkt heute wie ein Mauerrest. Ihr Grundriss bleibt bis heute klar erkennbar. Neben dem Chor steht ein hoher, zweigeschossiger Anbau mit kleinen rechteckigen Fenstern.

Der Neubau begann 1438, weil die ältere Kapelle zur Pfarrkirche des Ortes geworden war und die Burggemeinde einen eigenen Gottesdienstraum brauchte. Die Weihe galt dem heiligen Nikolaus und der Jungfrau Maria. Regelmäßige Quader aus örtlichem Sandstein verbinden den Bau sichtbar mit den übrigen Mauern der Burg. An manchen Steinen bewahren Werkzeuglöcher die Spuren ihrer Verarbeitung. Im Chor zeichnen sich die Ansätze eines gotischen Netzgewölbes ab, während ein profilierter Chorbogen den früheren Innenraum vom Langhaus trennte. Außen gliedern abgetreppte Strebepfeiler den Chor zwischen spitzbogigen Fenstern.

Die Lage erzählt zugleich von der militärischen Entwicklung der Anlage, denn das Langhaus ruht auf dem Tonnengewölbe der früheren Südtoreinfahrt. Unter dem Chor lag vermutlich die Gruft der Burgherren. Später erschwerte die Bewegung des Sandsteins auf weicheren Schichten den Erhalt und ließ die Chormauern geneigt stehen. Aufwendige Arbeiten nach 2000 sicherten die gefährdete Bausubstanz dauerhaft. Am östlichen Fenster bleibt das originale Fischblasenmaßwerk sichtbar.

Stadt
Altenstein
Aktualisiert

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