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Große Grotte

Die Große Grotte liegt im Schlossgarten von Heidelberg und gehört zum terrassierten Hortus Palatinus. Du siehst ein höhlenartiges Bauwerk mit portalartigem Eingang und bandelierter Rustika an den Seiten. Der Schlossgarten entstand zwischen 1616 und 1619 nach Plänen von Salomon de Caus für Kurfürst Friedrich V. Die Anlage verband geometrische Beete, Wasserspiele und Architektur an der Südostseite des Schlosses.

Steine, Muscheln und Korallen verliehen dem Inneren den Charakter einer künstlichen Grotte. Durch eine Öffnung in der Decke fiel Tageslicht auf den steinernen Felshang. Eine Quelle sollte dort an maurische Wasserspiele erinnern, während verborgene Düsen Besucher überraschten. Wasserbetriebene Vorrichtungen konnten sich bewegen oder Geräusche erzeugen, und die Grotte führte zu weiteren Brunnenanlagen.

Am Eingang tragen Skulpturen eines kauernden Wildschweins und eines Bären die inneren Torpfeiler. Darüber stehen zwei Hirsche, während der frühere Löwe im geöffneten Giebel fehlt. Vor dem Portal bewahrt die große Sandsteinskulptur Vater Rhein den sichtbarsten erhaltenen Teil dieser Ausstattung. Die Große Grotte ist barrierefrei zugänglich.

Stadt
Heidelberg
Aktualisiert

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