Hórreo
Der Hórreo ist ein traditioneller Getreidespeicher aus dem Nordwesten der Iberischen Halbinsel, besonders aus Galicien, Asturien und Nordportugal. Auch in Sevilla begegnet dir damit eine ländliche Bauform, die eher den nördlichen Regionen Spaniens zugeordnet wird. Holz oder Stein bilden den Speicher, der auf Pfeilern über dem Boden steht und dadurch Vorräte vor Nagetieren und Feuchtigkeit schützt.
Schlitze in den Wänden lassen Luft zirkulieren, während flache Steine auf den Pfeilern Mäusen und Ratten den Aufstieg versperren. Galicische Exemplare erscheinen oft lang und rechteckig, mit Granitrahmen, Holzlatten und Ziegeldach, während asturische Bauten meist quadratisch wirken. Eine Darstellung aus dem 13. Jahrhundert zeigt bereits drei rechteckige Hórreos in gotischer Form, einige erhaltene Bauwerke stammen aus dem 15. Jahrhundert.
Besonders eindrucksvoll ist der Hórreo von Carnota nahe A Coruña: Er misst etwa 35 Meter Länge bei knapp zwei Metern Breite. Ende des 18. Jahrhunderts diente er der gesamten Dorfgemeinschaft zur Lagerung von Mais, Wurzelgemüse und Getreide.
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- Sevilla
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Foto: David CasadoCC BY-SA 2.0 
Foto: Luis Miguel Bugallo Sánchez (Lmbuga), Copyright: GFDL (GNU Free Documentation License), Publicada por/Publish by: Luis Miguel Bugallo SánchezCC BY-SA 3.0 
Foto: Ramon PiñeiroCC BY-SA 2.0 
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