Hórreo
Hórreo steht hier in Sevilla als ländlicher Getreidespeicher aus dem Nordwesten der Iberischen Halbinsel. Sein Ursprung liegt vor allem in Galicien, Asturien und Nordportugal. Holz oder Stein tragen den erhöhten Bau, dessen Pfeiler auf flachen Steinen stehen. Diese Konstruktion hält Mäuse und Ratten vom Korn fern. Schlitze in den Wänden lassen Luft zirkulieren und schützen Mais, Wurzelgemüse und Getreide vor Feuchtigkeit und Schimmel.
Die Formen zeigen, wie unterschiedlich ländliche Architektur in den Regionen ausfällt. Galicische Speicher sind oft lang und rechteckig, mit Granitrahmen, Holzlatten und Ziegeldach. In Asturien und Kantabrien erscheinen sie eher quadratisch und ähneln kleinen Häusern. Die älteste bekannte Darstellung zeigt drei rechteckige Hórreos in den Cantigas de Santa Maria. Heute dienen manche weiterhin als Speicher, während andere als Gartenschmuck oder historische Zeugnisse in der Landschaft stehen.
Besonders eindrucksvoll ist der Hórreo von Carnota bei A Coruña. Der gemeinschaftlich genutzte Bau misst etwa fünfunddreißig Meter Länge und fast zwei Meter Breite. In Galicien prägen solche Speicher ganze Dörfer und landwirtschaftliche Landschaften.
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Foto: David CasadoCC BY-SA 2.0 
Foto: Luis Miguel Bugallo Sánchez (Lmbuga), Copyright: GFDL (GNU Free Documentation License), Publicada por/Publish by: Luis Miguel Bugallo SánchezCC BY-SA 3.0 
Foto: Ramon PiñeiroCC BY-SA 2.0 
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