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Denkmal für Deserteure und Opfer der NS-Militärjustiz

Das Denkmal für Deserteure und Opfer der NS-Militärjustiz steht in Köln und erinnert an Deserteure sowie Opfer der NS-Militärjustiz. Sein Thema sind Verweigerung, Gewissensentscheidungen und Zivilcourage während des Nationalsozialismus. Der Schweizer Gestalter Ruedi Baur entwarf eine Pergola, deren farbige Aluminiumbuchstaben nur beim Blick nach oben erscheinen. Die Inschrift scheint dadurch frei am Himmel zu stehen. Sie würdigt Menschen, die sich weigerten zu schießen, zu töten, zu foltern, zu denunzieren oder andere zu diskriminieren. Auch solidarisches Handeln und gezeigte Zivilcourage finden darin Anerkennung. Der Standort liegt zwischen dem ehemaligen Zeughaus, dem EL-DE-Haus und dem früheren Gebäude der Kölner Strafjustiz. Diese Nachbarschaft verbindet das Denkmal mit mehreren Orten der NS-Geschichte. Historische Unterlagen belegen, dass Kölner Soldaten desertierten oder ihre Einheiten während der NS-Zeit unerlaubt verließen. Der Ort erinnert damit an Menschen, die militärischen Befehlen nicht folgten. Das Denkmal gehört zu Kölns Auseinandersetzung mit der nationalsozialistischen Vergangenheit und verweist zugleich auf den früheren Schießplatz Dünnwald. Der Erinnerungsort ist für Menschen im Rollstuhl zugänglich und historisch ausgerichtet.

Stadt
Köln
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