Stellwerk Zürich Mülligen
Das 1974 von Max Vogt entworfene Stellwerk Zürich Mülligen ist ein Eisenbahnstellwerk für die SBB. Seine robuste Betonkonstruktion prägt das Gebäude im Zürcher Bahnareal. Es gehört zu einer Gruppe von SBB-Bauten aus einer Epoche, in der Beton die Schweizer Architektur bestimmte. Klare Linien zeigen seine Funktion im täglichen Bahnbetrieb. Nördlich liegen Gleise, südlich verläuft eine stark befahrene Straße, dazwischen liegt ein industriell geprägtes Areal. Das Gelände bildet eine linsenförmige Fläche zwischen Gleisen und Straße.
In der Umgebung stehen der Schnellgutbahnhof und die Micafil-Fabrik, während das Franz-Carl-Weber-Lagerhaus eine weitere Betonstruktur ergänzt. Der Schnellgutbahnhof besitzt wiederkehrende Schalen aus vorgefertigtem Beton. Das Franz-Carl-Weber-Lagerhaus ist als umgekehrte Betonzikkurat gestaltet und zeigt verspielte Neonschilder. Seine Neonschilder setzen einen spielerischen Akzent. Zwischen Beton und Stein wächst spontane Vegetation, und ökologische Korridore schaffen Lebensräume im innerstädtischen Raum. Diese Mischung verbindet Architektur, Eisenbahn und Natur im Zürcher Stadtraum. Der Name Hermetschloo erinnert an einen kleinen Wald vor der Urbanisierung. Beton und Vegetation stehen dort sichtbar nebeneinander.
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