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Riquethaus

Das Riquethaus steht im Leipziger Stadtzentrum und verbindet Jugendstil mit chinesischen und japanischen Gestaltungseinflüssen. Paul Lange errichtete es zwischen 1908 und 1909 auf einem schmalen Grundstück. Sein pagodenartiger, doppelt geschwungener Dachaufsatz ragt weithin sichtbar über die Fassade.

Der Bau diente als Geschäfts- und Messehaus der Firma Riquet, die Tee, Kaffee, Kakao und Waren aus Asien handelte. Jean George Riquet gründete das Leipziger Geschäft 1745. Später stellte das Unternehmen Schokolade und Waffeln her, während die Räume japanische, chinesische und orientalische Waren präsentierten. Die Firma wuchs zu einem bedeutenden Leipziger Handelsunternehmen und wurde nach dem Zweiten Weltkrieg entschädigungslos enteignet.

Mitte der 1990er Jahre restaurierte Knut Bienhaus das Gebäude und ließ den im Krieg zerstörten Turm wiederaufbauen. Seit 1996 belebt das Kaffeehaus im Erdgeschoss die Verbindung des Hauses zu Tee und Kaffee. An der Eingangstür sitzen zwei Kupferelefantenköpfe, die einst als Firmenzeichen dienten. Farbige Mosaike schmücken Brüstungen, Pfeiler, Hauptgesims und Rundgiebel.

Stadt
Leipzig
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