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Stephanskloster

Auf dem Michelsberg in Heidelberg liegt das Stephanskloster, ein ehemaliges Kloster auf rund 375 Metern Höhe. Heute sind von der Anlage nur Grundmauern erhalten, direkt neben dem Michaelskloster. Um 1090 errichtete der Benediktiner Arnold hier eine Einsiedelei und eine Kapelle. Daraus entwickelte sich der zweite Zweig des Klosters Lorsch.

Zundebold, Propst des benachbarten Michaelsklosters, ließ 1094 mit Zustimmung aus Lorsch weitere Gebäude errichten. Ein Kreuzfahrer aus Handschuhsheim förderte den Ausbau, dessen Witwe Hazecha später in der Kirche bestattet wurde. Die Kirche des Klosters entstand im zwölften Jahrhundert im gotischen Stil. Mitte des dreizehnten Jahrhunderts übernahmen Prämonstratenser aus Allerheiligen im Schwarzwald die zuvor benediktinische Gemeinschaft. Südlich der Kirche kamen im vierzehnten oder frühen fünfzehnten Jahrhundert die Konventsgebäude hinzu. Nach der Reformation wurde der Konvent im sechzehnten Jahrhundert aufgelöst, und die Bauten verfielen. Ab 1589 diente das Gelände mit Zustimmung der Heidelberger Universität den Bürgern als Steinbruch.

Zu Klosterzeiten war die Kuppe durch Bau- und Heizholzbedarf weitgehend kahl und bot freie Sicht über das Neckartal. Auch die alte Zisterne Heidenloch wurde damals instand gesetzt. Eine Nachbildung von Hazechas Grabplatte mit lateinischer Inschrift gehört zu dem, was du hier noch siehst. Der Text berichtet, dass Rickfrieds Witwe ein Viertel ihres Besitzes stiftete und hier bestattet werden wollte. Ihr Wunsch war, dass die Ansässigen ihrer gedächten und sie bei Gott das ewige Leben fände.

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Heidelberg
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