Zum Inhalt springen

Ostfriedhof

Im Dortmunder Stadtteil Innenstadt-Ost liegt der Ostfriedhof, ein Friedhof und Park von rund sechzehn Hektar, der den Bewohnern als Grünfläche dient. Die Stadt legte ihn 1876 als zweite kommunale Begräbnisstätte an, nach dem Westentotenhof, dem heutigen Westpark. Der Grund lag im Wachstum der Industriestadt: Dortmund zählte 1811 viertausend Einwohner, 1876 bereits über fünfzigtausend. Die erste Beisetzung fand am 1. April 1876 statt, die ältesten Gräber liegen in den Feldern zwei und fünf.

Spazierst du vom Eingang an der Robert-Koch-Straße, begleitet dich die Hauptachse, gesäumt von monumentalen Gräbern mit Skulpturen. Zahlreiche der künstlerischen Grabsteine schuf der jüdische Bildhauer Benno Elkan. Der denkmalgeschützte historische Teil umfasst 362 einzelne Grabdenkmäler sowie Einfriedung, Tor, Brunnen, Trauerhalle und Wärterhaus. Zur Route der Industriekultur gehört der Friedhof ebenfalls. Ursprünglich folgte die Anlage einem Raster mit klaren Achsen, ab 1912 verwandelte ein Umbau sie in eine Parklandschaft mit geschwungenen Wegen. Der Erste Weltkrieg unterbrach die Arbeiten, abgeschlossen war das Projekt erst 1921.

Die jüdische Abteilung im Feld vierzehn entstand 1898, Beisetzungen fanden hier bis 1943 statt. Bomben und Vandalismus trafen im Zweiten Weltkrieg ausgerechnet diesen Teil, die Restaurierung zog sich bis in die fünfziger Jahre. Zwischen 1950 und 1955 kamen neue Grabfelder hinzu, in denen bis heute bestattet wird. Denkmäler erinnern an Bergbauunglücke und an die jüdischen Opfer des NS-Regimes. Auch die Gräber von Henriette Davidis, der wegweisenden Kochbuchautorin, und von Marie Reinders, Frauenrechtlerin und Schulgründerin, findest du hier.

Stadt
Dortmund
Aktualisiert

Diese Seite aufs Handy holen

Die App ist kostenlos: Sobald du dort stehst, beginnt die Geschichte von ganz allein.

  • Laden im App Store
  • Jetzt bei Google Play

Orte wie diesen reiht myTuur zu Touren durch Dortmund. Du wanderst von Spot zu Spot, und an jedem beginnt die Geschichte genau dort, wo du stehst. In der App gibt es jede Geschichte zum Lesen und zum Anhören.

Was ist myTuur?

myTuur ist eine kostenlose App für Stadttouren aus einzelnen Spots. Sobald du an einem Ort ankommst, beginnt seine Geschichte, drei bis vier Minuten zum Lesen oder Anhören.