Atlantenbrunnen
Der Atlantenbrunnen steht am Ende der Platzgasse in Ulm, genau dort, wo die mittelalterliche Altstadt ausläuft. Hier treffen erhaltene Altstadtpartien und Gebäude aus der Zeit um 1900 aufeinander. Die späteren Geschäfts- und Wohnhäuser entstanden, nachdem die alte Stadtmauer abgetragen worden war.
Der Brunnen selbst ist nicht alt, markiert aber den Übergang aus dem historischen Stadtraum. Nahebei stehen der Büchsenstadel von 1485, der heute als Jugendzentrum dient, und das Museum für Brotkultur im alten Salzstadel. Reste der mittelalterlichen Befestigung zeigen sich in den Ulmer Grabenhäuschen. Wer die Umgebung betrachtet, erkennt deshalb Geschichte zwischen modernen Häusern und alltäglichen Wegen.
Zum unmittelbaren Bild gehört ein kleiner Kiosk, der seit mehr als zwanzig Jahren zum Platz gehört. Dort holen Einheimische Zeitungen, Zigaretten, Getränke und Lottoscheine, während Stammgäste mit Namen begrüßt werden. Peter Eilert führte den Kiosk 21 Jahre lang, bevor Abbas Toloui Fard ihn übernahm. Der frühere Taxifahrer machte den unscheinbaren Verkaufsstand damit zu einem kleinen Treffpunkt für Gespräche, Richter, Anwälte, Politiker und Arbeiter.
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