Kurpark
Der Kurpark in Stuttgart-Bad Cannstatt umfasst etwa fünfzehn Hektar und geht auf eine Anlage zurück, die ab 1819 entstand. Er gliedert sich in zwei Teile mit ganz unterschiedlichem Charakter. Der Untere Kurpark ist geometrisch angelegt: Eine große Rasenfläche führt direkt zum Kursaal, daneben liegen zwei Spielplätze, ein Basketballplatz, Brunnen und Wasseranlagen. Der Obere Kurpark wirkt naturnah: Gewundene Wege führen zu einer Wiese mit Pavillon, von der Aussichtsplattform blickst du über ganz Stuttgart.
Alles begann 1819 mit einem Pavillon über der Wilhelmsquelle, die noch heute das Cannstatter Solebad speist. Bis 1821 kam eine doppelreihige Promenade zum Hotel Wilhelmsbad hinzu, aus der später der Untere Kurpark hervorging. Cannstatt wuchs zum Kurort heran, dessen Blüte in den 1870er-Jahren lag, die offizielle Anerkennung folgte erst 1933. Zwischen beiden Teilen steht der Kursaal nach Plänen von Nikolaus von Thouret, vollendet 1835 mit finanzieller Unterstützung von König Wilhelm I. Ihm zu Ehren steht ein Reiterdenkmal direkt vor dem Gebäude, hinter dem ein Biergarten mit altem Musikpavillon und einer Minigolfanlage liegt. Drei Baustile begegnen dir im Park: die klassische Allee unten, der englische Landschaftsstil oben und Jugendstil-Elemente wie der Juno-Brunnen.
Manche Bäume stammen noch aus dem 19. Jahrhundert. Ein Lindenbaum mit Marmormedaillon erinnert an den häufigen Gast Berthold Auerbach. Skulpturen und Denkmäler kommen hinzu: eine Büste von Robert Stolz und eine Bronzeskulptur von Ingrid Seddig. Der Daimler-Turm stammt von 1892 und wurde in den 1930er-Jahren erweitert. 1974 kam der Garten der Daimler-Villa hinzu, in dessen ehemaligem Gartenhaus das Gottlieb-Daimler-Denkmal steht. Selbst die Pergola unten trägt Fliesen, die Schüler des Johannes-Kepler-Gymnasiums hergestellt haben.
- Stadt
- Stuttgart
- Aktualisiert
Diese Seite aufs Handy holen
Die App ist kostenlos: Sobald du dort stehst, beginnt die Geschichte von ganz allein.
Orte wie diesen reiht myTuur zu Touren durch Stuttgart. Du wanderst von Spot zu Spot, und an jedem beginnt die Geschichte genau dort, wo du stehst. In der App gibt es jede Geschichte zum Lesen und zum Anhören.
Was ist myTuur?
myTuur ist eine kostenlose App für Stadttouren aus einzelnen Spots. Sobald du an einem Ort ankommst, beginnt seine Geschichte, drei bis vier Minuten zum Lesen oder Anhören.




