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Melngalvju nams

Das Melngalvju nams steht in der Altstadt von Riga und verbindet Kaufmannsgeschichte mit markanter Architektur. Das Gebäude entstand 1334 zunächst als Lagerhaus und Treffpunkt für Kaufleute. Ab der Mitte des 15. Jahrhunderts diente es der Bruderschaft der Schwarzhäupter als Hauptsitz. Unverheiratete Kaufleute, Schiffseigner und ausländische Bewohner Rigas prägten dort das wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben.

Im frühen 17. Jahrhundert erhielt die Fassade zahlreiche Verzierungen im manieristischen Stil. Skulpturen aus der Werkstatt von August Volz ergänzten die Gestaltung im 19. Jahrhundert. Bomben zerstörten das Haus und große Teile der Altstadt 1941, bevor die sowjetische Regierung die Ruinen 1948 abreißen ließ. Studien des Rigaer Polytechnikums bereiteten den Wiederaufbau vor, der zwischen 1996 und 2000 erfolgte.

Heute verbinden sich Museum und Veranstaltungszentrum mit prachtvollen Ballsälen und einer Silbersammlung. Empfänge für Könige, Königinnen und Präsidenten fanden in den oberen Räumen statt. Besonders greifbar wird die Vergangenheit im Keller, dem einzigen originalen Gebäudeteil aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg. Dort siehst du Wandfragmente, Böden und Holztreppen aus dem 14. Jahrhundert neben interaktiven Ausstellungen über Rigaer Handel und die Bruderschaft.

Stadt
Riga
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