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Quiosque do Marquês

Der Quiosque do Marquês steht auf der Praça do Marquês de Pombal in Porto. Der kleine Kiosk gehört zum Alltag einer Gemeinschaft, die sich dort nach dem Mittagessen zum Kartenspielen trifft. An den Steintischen spielen vor allem pensionierte Männer Sueca und Copas, ohne um Geld zu spielen. Die ersten vier Ankommenden legen ein Tuch auf den Tisch und holen Karten sowie Sitzkissen hervor. Carla Mendes betreibt den Kiosk seit etwa fünfundzwanzig Jahren und bewahrt diese Utensilien hinter seinen Türen auf. Dort verkauft sie außerdem Kartenspiele, Tabak, Süßigkeiten und Rubbellose. Seit 1996 gilt das Gebäude als Ort von kommunalem Interesse.

Die Runde organisiert sich als kleine Gesellschaft mit regelmäßigen Beiträgen für Karten und gemeinsame Ausgaben. Wer drei Partien nacheinander gewinnt, macht ebenso Platz wie das unterlegene Paar. Die Gewohnheit entstand vermutlich nach der Nelkenrevolution, als frisch pensionierte Menschen mehr Zeit im Freien verbrachten. Früher dienten Bänke als improvisierte Spieltische, bevor die steinernen Tische auf dem Platz standen. Heute kommen auch Arbeitslose und einige Obdachlose hinzu, während vertraute Gesichter aus Maia oder Ermesinde anreisen. Im Sommer versammeln sich dort bis zu hundert Menschen, deren Gespräche die Nachmittage rund um den Kiosk füllen.

Stadt
Porto
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