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Elli Helm

Elli Helm verbindet die Leipziger Stadtgeschichte mit der Verfolgung von Menschen mit Behinderungen im Nationalsozialismus. Sie wurde im Juni 1902 in Leipzig geboren. Ab ihrem fünfzehnten Lebensjahr erlitt Elli Helm epileptische Anfälle. Nach nationalsozialistischen Gesetzen wurde Elli Helm 1934 zwangssterilisiert. Danach arbeitete sie als Hausmädchen und in einem Altersheim, während ihre gesundheitlichen Probleme anhielten. Ihre epileptischen Anfälle wurden im weiteren Verlauf häufiger. Im Februar 1942 begann für sie eine lange Folge von Aufenthalten in Krankenhäusern in Leipzig, Hochweitzschen, Bräunsdorf, Freiberg und Hilbersdorf. Am 27. Januar 1944 nahm die Heil- und Pflegeanstalt Großschweidnitz Elli Helm auf. Dort starb Elli Helm bereits 23 Tage später. Die genauen Umstände ihres Todes bleiben ungeklärt, doch ihr Fall steht für das Schicksal vieler psychiatrischer Patienten. Großschweidnitz wurde während der NS-Zeit ein Ort systematischer Tötung. Patienten starben dort durch Hunger, Vernachlässigung, Medikamentenüberdosierungen oder Weitertransporte in Tötungsanstalten. Die Geschichte dokumentiert auch den Schmerz ihrer Mutter Lina Helm, die ein Grab ohne persönlichen Gedenkstein vorfand. Ihre Worte stehen auf einem Gedenkstein am Ort. Ein Denkmal und ein Namensbuch erinnern an die Opfer und erklären die Verbrechen des NS-Euthanasieprogramms. Ausstellungen behandeln außerdem die medizinische Indoktrination sowie den langen Kampf um Anerkennung und Entschädigung.

Stadt
Leipzig
Aktualisiert

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