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Fontenay Haus

Wenn du durch Rotherbaum gehst, triffst du auf der Ostseite des Mittelwegs das historische Fontenay Haus, unweit des südwestlichen Ufers der Außenalster. John Fontenay, ein Schiffsmakler und Reeder, errichtete es 1816 als seinen Wohnsitz.

Er hatte das Grundstück schon am 7. Februar 1807 erworben und trieb für das Fundament 364 Pfähle in den sumpfigen Boden. Fontenay bewohnte es das ganze Jahr, was zu jener Zeit ungewöhnlich war. Wohlhabende Hamburger lebten draußen vor den Stadtmauern sonst nur im Sommer. 1810, unter der französischen Besatzung, verließ die Familie Hamburg, und Napoleons Truppen zerstörten den ersten Bau. Nach seiner Rückkehr baute er an gleicher Stelle ein neues Haus und zog vermutlich um 1820 mit Familie und Personal ein.

Bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs war das Gebäude in schlechtem Zustand, und die Stadt erwog den Abriss für neuen Wohnraum. 1966 sollte es einem Tunnel unter der Außenalster weichen. Auch das benachbarte Max-Planck-Institut interessierte sich für das Grundstück, doch schließlich bekam ein Hamburger Antiquitätenhändler das Haus. Zusammen mit einem Denkmalpfleger renovierte er das Gebäude und bewahrte es so vor dem Abbruch. Es steht unter Denkmalschutz und wird privat vermietet. Zweimal war das Haus zum Abriss bestimmt, und zweimal ist es geblieben.

Stadt
Hamburg
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