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Wasserkraftwerk am Stadtbach

In Augsburg begegnet dir das Wasser auf Schritt und Tritt. Zwei Flüsse, der Lech und die Wertach, durchziehen die Stadt und liefern reichlich Wasser. Schon früh leiten die Augsburger dieses Wasser in künstlichen Kanälen ins Stadtinnere. Diese Kanäle ziehen sich durch die ganze Altstadt und prägen ihr Gesicht. Einer davon ist der Stadtbach, und an ihm steht das Wasserkraftwerk am Stadtbach in einem schlichten Industriebau. Darin dreht die Strömung eine Turbine und erzeugt so bis heute Strom.

Das Kraftwerk ist Teil des Wassermanagementsystems der Stadt, einem Netz aus Kanälen, Brunnen und Wasserwerken. Bereits seit der Mitte des 16. Jahrhunderts trennt es Trinkwasser von Brauchwasser. Eigene Beamte kümmerten sich jahrhundertelang um Sauberkeit und Instandhaltung der Kanäle. Das Kanalwasser drehte Mühlräder für Getreidemühlen und trieb später Maschinen in den Werkstätten und Fabriken an. Im 19. und frühen 20. Jahrhundert machte die Wasserkraft Augsburg zu einem Zentrum der Textilindustrie. Die UNESCO hat dieses über tausend Jahre gewachsene System zum Welterbe erklärt.

Zu den 22 Welterbe-Orten in Augsburg zählt auch diese Anlage. Das System umfasst sogar Wohnviertel für Fabrikarbeiter, darunter die Fuggerei, die du besichtigen kannst. Und das Wasser, das die Turbine dreht, fließt am Ende in den Lech weiter.

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Augsburg
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