Neue Mühle
Die Neue Mühle steht an der Schlösserbrücke in Erfurt, direkt an einem Nebenfluss der Gera. Das technische Museum zeigt eine Getreidemühle mit unterschlächtigem Zuppinger-Wasserrad. Die Wasserkraft trieb den Mahlbetrieb an und versorgte später auch ein Wasserkraftwerk. Von den sechzig Mühlen, die einst in Erfurt bestanden, ist sie die letzte funktionierende.
Ihre Geschichte reicht bis ins dreizehnte Jahrhundert zurück und verbindet frühere Bezeichnungen wie Hirschmühle und Martinsmühle. Nach einem Brand entstand sie neu und erhielt den Namen Neue Mühle. Historische Walzenstühle, Plansichter, ein Mahlwerk und ein Mühlenbremsaufzug veranschaulichen den Weg des Getreides. Ein Becherwerkaufzug führt den Materialfluss sichtbar über alle Etagen. Heinrich Gruhn bewahrte als letzter Müller die ursprüngliche Technik, bevor die Stadt die Mühle übernahm. Nach der Wiedereröffnung als Museum wurde sie Teil des Stadtmuseums Erfurt. Seit 1996 erzeugt die Anlage außerdem Strom aus der Kraft des Wassers.
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