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Hardturm

Der Hardturm ist ein mittelalterlicher Wohnturm in Zürich und gehörte einst zur äußeren Befestigung der Stadt. Seine Geschichte reicht ins zwölfte oder dreizehnte Jahrhundert zurück. Als Teil der Letzimauer überwachte er vermutlich einen Übergang über die Limmat und verband Wehrbau mit Wohnen. Dicke Mauern und ein schmales Schlitzfenster prägen den quadratischen Turm. Der Hauptschaft erreicht etwa sechs Meter Höhe, während seine Mauern bis zu dreieinhalb Meter stark sind. Im Inneren liegt ein kleiner Raum, der ursprünglich nur von oben zugänglich war. Der Hardturm gilt als einziges erhaltenes weltliches Gebäude aus Zürichs Hochmittelalter. Vier Stockwerke, ein Pyramidendach, ein Treppenturm und spätere Erker zeigen verschiedene Bauphasen.

Eine Flut zerstörte den Turm im Jahr 1343. 1693 erhielt die Residenz vier Erker und ihre heutige Gestalt. Später diente der Hardturm der Schoeller-Kammgarnspinnerei als Wohn- und Versammlungsort auf dem Fabrikgelände. Auch Betonbauten aus dem Zweiten Weltkrieg gehören zur dokumentierten Geschichte des Areals an der Limmat. Seit 1964 steht das Bauwerk unter Denkmalschutz. Eine umfassende Renovierung im Jahr 1999 gehört ebenfalls zur Geschichte des geschützten Bauwerks. Jakob Christoph Heer beschrieb den Hardturm in einem Gedicht am grünen Ufer. Der Turm bewahrt sichtbare Spuren von Verteidigung, Wohnen und Industrialisierung.

Stadt
Zürich
Aktualisiert

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