St. Leonhard
St. Leonhard gilt als Bayerns älteste Hallenkirche und bewahrt einen romanischen Kern aus dem frühen zwölften Jahrhundert. Drei gleich hohe Schiffe prägen den hellen Innenraum der Kirche.
Schlanke Rundsäulen mit gedrückten Kapitellen trennen die Schiffe und verbinden einen hohen, geschlossenen Raumeindruck. Der heutige Chor entstand im vierzehnten Jahrhundert neu.
Seine halbrunde Apsis und das spätere barocke Tonnengewölbe zeigen den Wandel des Bauwerks über Jahrhunderte. Hohe Rundbogenfenster bringen Licht in den Innenraum der Kirche.
Der massive Turm bewahrt romanische Formen und trägt eine barocke Haube mit Laterne aus dem achtzehnten Jahrhundert. Im Inneren stehen mehrere markante Altäre mit historischen Bildwerken.
Der gotische Passionsaltar aus der Mitte des fünfzehnten Jahrhunderts zeigt Szenen aus der Leidensgeschichte Jesu. Der Marienaltar zeigt die Madonna mit dem Kind.
Am Eingang erinnert eine fast lebensgroße Leonhardstatue mit Kette an seine Rolle als Schutzpatron der Gefangenen. Die Kriegsschäden des Zweiten Weltkriegs wurden sorgfältig restauriert.
Auch der Terrazzoboden mit auffälligen Mosaiken gehört zu den sichtbaren Besonderheiten der Kirche. Seit dem Jahr zweitausendsechs gehört St. Leonhard zum UNESCO-Welterbe.
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