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Palazzo Chiaramonte-Steri

Der Palazzo Chiaramonte-Steri steht in Palermo und verbindet gotische Architektur mit arabischen und normannischen Einflüssen. Die schlichte Fassade verbirgt einen Bau, der 1307 durch die einflussreiche Familie Chiaramonte entstand. Im Saal der Barone trägt eine Holzdecke farbenreiche Wandmalereien. Der Palast diente später den aragonesischen Königen und den Vizekönigen als Regierungssitz.

Im 17. Jahrhundert wurde der Palast zum Hauptquartier der Spanischen Inquisition in Palermo. Fast zwei Jahrhunderte lang hielten, verhörten und folterten die Behörden hier Menschen aus unterschiedlichen Herkunftsregionen. Die erhaltenen Gefängniszellen zeigen Graffiti, Gedichte, Sonette und Zeichnungen der Gefangenen. Manche Spuren entstanden mit Kohle oder Blut und vermitteln Ängste, Zorn und Glauben.

Ein Museum im alten Gefängnistrakt Penitenziati widmet sich dieser Geschichte. Zwischen 1603 und 1605 entstanden neben dem Palast acht Zellen im Erdgeschoss und sechs im ersten Stock. Im 19. Jahrhundert überdeckte Putz viele Zeichnungen, bevor Giuseppe Pitrè sie 1906 in drei Zellen wiederentdeckte. Restaurierungen legten 2005 zehn weitere Zellen mit Gefangenenspuren frei. Der Palast ist barrierefrei zugänglich.

Stadt
Palermo
Aktualisiert

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