Église arménienne Sainte-Marie
Die Église arménienne Sainte-Marie steht in Nizza und gehört zur Armenisch-Apostolischen Kirche. Ihr Grundstein wurde im August 1927 im oberen Madeleine-Tal gelegt. Im Januar 1928 weihte Bischof Krikor Balakian das Gotteshaus für die armenische Gemeinde ein. Eine öffentliche Sammlung finanzierte den Bau, zu der Dikran Tchamkerten wesentlich beitrug.
Armenische Familien ließen sich dort seit den frühen 1920er Jahren nieder, viele als Überlebende des Völkermords. Bis zum Zweiten Weltkrieg beherbergte die Kirche auch die armenische Schule. Spätere Zuwanderung aus der Türkei und dem ehemaligen Sowjet-Armenien vergrößerte die Gemeinde in Nizza. Vier Schulklassen entstanden 1972, während der Barsamian-Komplex 1988 Bildungs- und Kulturarbeit unterstützte. Religiöse Feiern und kulturelle Veranstaltungen halten hier Sprache, Glauben und Traditionen der Gemeinde lebendig. Zugleich prägten jahrelange Auseinandersetzungen über Gemeinderechte und kirchliche Zuständigkeiten ihre Geschichte.
Besonders anschaulich zeigt sich die armenische Tradition während der fünfzigtägigen Fastenzeit. Ein Vorhang schließt den Kirchenraum, hinter dem die Gottesdienste stattfinden. Am Palmsonntag schmücken Oliven- und Palmzweige den Ort und verbinden den Gottesdienst mit einem sichtbaren Zeichen.
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