Église arménienne Sainte-Marie
Die Église arménienne Sainte-Marie steht in Nizza und gehört zur Armenisch-Apostolischen Kirche. Ihre Geschichte beginnt mit armenischen Familien, die sich seit den frühen 1920er-Jahren im oberen Madeleine-Tal niederließen. Der erste Kirchenbau dieser Art in Frankreich entstand durch eine öffentliche Spendenaktion. Dikran Tchamkerten unterstützte die Finanzierung als wichtiger Wohltäter der Gemeinde.
Die Weihe erfolgte im Januar 1928 durch Bischof Krikor Balakian aus Marseille. Bis zum Zweiten Weltkrieg beherbergten die Räume außerdem die armenische Schule. Spätere Einwanderungswellen aus der Türkei und dem ehemaligen Sowjet-Armenien stärkten das Gemeindeleben in Nizza. Heute verbinden religiöse Feiern, Sprache, Bildung und Kultur diesen Ort mit der armenischen Gemeinschaft an der Côte d’Azur.
Besonders eindrucksvoll erscheint die Kirche während der fünfzig Tage dauernden armenischen Fastenzeit. Dann bleibt der Vorhang geschlossen, während die Gottesdienste dahinter stattfinden. An Palmsonntag schmücken Oliven- und Palmzweige den Innenraum.
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