Wasserturm
Der Wasserturm steht in Leipzig und gehört zur Industriearchitektur des späten neunzehnten Jahrhunderts. Sein Backsteinmauerwerk und seine markante Form verbinden Zweckmäßigkeit mit sichtbarer Gestaltung. 1898 entstand der Bau, um umliegende Gebäude zuverlässig mit Trinkwasser zu versorgen. Der hoch gelegene Vorrat erzeugte den nötigen Druck für die Leitungen.
Bis zur Mitte der 1960er Jahre erfüllte der Turm diese Aufgabe für die städtische Wasserversorgung. Sein Behälter fasste bis zu 1.200 Kubikmeter Wasser. Pumpen beförderten das Wasser nach oben, danach leitete die Schwerkraft es zu Häusern und Betrieben. Auch bei hoher Nachfrage blieb dadurch ein Vorrat verfügbar, selbst wenn Pumpen nicht ständig liefen.
Mit neuen Wasserversorgungssystemen verlor das Bauwerk seine ursprüngliche Funktion, blieb aber als sichtbares Zeugnis erhalten. Die Höhe des Tanks ließ Wasser ohne dauernden Pumpenbetrieb durch die Leitungen fließen. Von außen vermittelt seine Größe die technische Aufgabe und erinnert an Leipzigs industrielles Erbe.
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