Auferstehungskirche
Die Auferstehungskirche steht in Leipzig-Möckern und zeigt eine evangelisch-lutherische Pfarrkirche als hölzerne Notkirche. Paul Lange entwarf den Bau mit Fachwerk und einem ungewöhnlichen Grundriss in Form eines lateinischen Kreuzes. Das Hauptschiff misst 28 Meter Länge, während die Decke im Inneren 18 Meter hoch reicht. Der Bau entstand zwischen 1900 und 1901.
Die Möckersche Gemeinde nutzte zuvor einen Schulsaal als Betraum, weil der Weg zur Gnadenkirche in Wahren zu weit war. Das geplante steinerne Gotteshaus blieb aus Geldmangel aus, sodass die zunächst vorläufige Holzkonstruktion bis heute steht. Bei der Sanierung von 1974 bis 1981 verkürzte man den Altarraum und ersetzte Sandsteinaltar und Kanzel. Ein schlichter Holzaltar steht heute neben einem Oberammergauer Kruzifix.
Besonders eindrucksvoll klingt die Schweinefleisch-Mendelssohn-Orgel, die älteste ihrer Art in Leipzig, mit 25 Registern. Das Instrument entstand 1766 und 1767 und gelangte 1901 aus der abgerissenen Reformierten Kirche hierher. Eine Restaurierung führte es 2004 auf den Zustand von 1841 zurück, während die Möckerner Orgeltage jeden Herbst Konzerte bringen. Vor dem Eingang erinnert das Kugeldenkmal Möckern mit Sandstein und gusseisernen Kanonenkugeln an die Schlacht von Leipzig 1813.
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