Wasserkunst
Die Wasserkunst verbindet fließendes Wasser, Stein und Technik zu einem sichtbaren Teil der Stadtgeschichte. Fontänen und Kaskaden führen über mehrere steinerne Terrassen.
Ihre Geschichte reicht in eine Zeit zurück, als die wachsende Stadt mehr Wasser für Versorgung und Brandschutz benötigte. Der Leinakanal brachte Wasser aus dem Thüringer Wald.
Die Anlage zeigt, wie diese Wasserleitung technische Planung mit dem Alltag der Stadt verband. Für ihren Bau nutzte man Steine der alten Bergmühle.
Hugo Mairich entwarf daraus eine Wasserkunst, deren Wasserlauf sich sichtbar über den Hang entwickelt. Der Verlauf verbindet Becken, Fontänen und fallendes Wasser.
Im Keller des Lucas-Cranach-Hauses stehen Pumpstation und Turbine als verborgener technischer Kern. Diese Technik bewegt das Wasser durch die Anlage.
Dabei entsteht ein Zusammenspiel aus Maschinenkraft, Steinflächen und wechselnden Wasserbildern. Die historische Technik wurde für ihr Jubiläum restauriert.
Im Frühjahr wird die Anlage bei einer traditionellen Feier wieder lebendig und knüpft an ihre lange Festgeschichte an. Die Wasserkunst gehört damit sichtbar zur Stadtkultur.
Eine Gedenktafel erinnert an die lange Geschichte des Leinakanals und seiner Verbindung mit der Stadt. Der Kanal bleibt im steinernen Ensemble präsent.
Wenn Wasser über die Kaskaden fällt, werden Versorgungsgeschichte und technische Konstruktion unmittelbar sichtbar. Die Wasserkunst macht diese alte Technik hörbar.
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