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Chiesa di Sant'Agostino

Die Chiesa di Sant'Agostino steht in Como und ist dem heiligen Augustinus geweiht. Sie ist das einzige Beispiel gotischer Zisterzienserarchitektur in der Stadt. Augustinermönche aus dem Konvent San Tommaso in Civiglio errichten sie im vierzehnten Jahrhundert. Zwischen 1379 und 1384 folgt dann die Weihe. Das Grundstück dafür stiftet die Familie des Pietro Pioppi. Pioppi selbst liegt seit 1393 in der Kirche begraben. Drinnen erwarten dich drei Schiffe mit Rippen und Spitzbögen, die in flachen Apsiden enden.

Zur Kirche gehört ursprünglich ein Kloster mit Friedhof und zwei Kreuzgängen. 1772 hebt Joseph II. von Habsburg-Lothringen den Konvent auf. Nach dem Abriss der Nachbarkirche Sant'Antonino steigt sie 1773 zur Pfarrkirche des Viertels auf und erhält einen neoklassizistischen Umbau. Eine Restaurierung in den 1960er Jahren macht diese Änderungen rückgängig und holt die gotischen Formen zurück. Dabei kommen Fresken des späten vierzehnten Jahrhunderts und die ursprünglichen Holzdachstühle wieder ans Licht. Sechs Familienkapellen im Stil von Renaissance und Barock säumen das linke Kirchenschiff. In der Kapelle der Madonna della Cintura hängen Gemälde von Morazzone aus dem Jahr 1612, darunter die Geburt Mariens. Eine Madonna mit Heiligen von Simone Peterzano schmückt die rechte Wand. Dazu kommen acht Bilder lokaler Seliger und Heiliger von den Brüdern Recchi. Im alten Refektorium zeigt ein Fresko von 1620 das Abendmahl des heiligen Augustinus mit zwölf Mönchsheiligen.

Die Fassade trägt drei Fialen und polychrome Pilaster, die die Dreischiffigkeit andeuten. Ein hölzernes Rosettenfenster aus dem neunzehnten Jahrhundert sitzt über dem floral verzierten Steinportal des fünfzehnten Jahrhunderts. Darüber blitzen Fragmente eines Freskos mit Madonna, Kind und Heiligen hervor, das man Andrea De Passeri zuschreibt. An der Südseite findest du noch sieben Joche des äußeren Kreuzgangs und drei Seiten des inneren, mit Malereispuren an den Wänden. Dort zeigt sich De Passeris Markenzeichen: ein kleiner Spatz, den das Jesuskind in der Hand hält.

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Como
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