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Schießplatz Dünnwald

Der Schießplatz Dünnwald liegt im Landschaftsschutzgebiet Dellbrücker Wald im bewaldeten Kölner Osten. Spazierwege führen heute durch überwucherte Erdaufschüttungen und die noch erkennbaren Umrisse ehemaliger Schießbahnen.

Die Preußische Armee richtete die Anlage 1887 in der damaligen Kützeler Heide ein. Bis zu sechs Schießbahnen erreichten Längen zwischen 400 und 600 Metern. Nach dem Ersten Weltkrieg blieb das Gelände zunächst geschlossen, bevor die Wehrmacht es 1936 wieder nutzte. Zwischen 1940 und 1943 erschossen Militärgerichte hier 23 Männer, die als Deserteure oder Wehrkraftzersetzer verurteilt worden waren. Nach 1945 verwendeten belgische Streitkräfte, die Bundeswehr und die Polizei den Platz bis in die 1970er Jahre.

Seit September 2019 erinnert ein Denkmal an die Opfer der nationalsozialistischen Militärjustiz. Seine Inschrift zitiert Ludwig Baumann: „Was kann man Besseres tun, als den Krieg zu verraten.“ Jakob Brock, der letzte hier hingerichtete Soldat, erhielt außerdem einen nach ihm benannten Weg in Köln-Höhenhaus und einen Stolperstein an seinem früheren Wohnhaus.

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