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Kloster

Das Kloster in Blaubeuren geht auf eine Benediktinergründung aus dem Jahr 1085 zurück und prägt die Architektur der Stadt. Sein heutiges Erscheinungsbild entstand vor allem zwischen 1466 und 1510 im spätgotischen Stil. Der Chor bewahrt einen Hochaltar, der 1493 vollendet wurde, sowie Chorgestühl von Jörg Syrlin dem Jüngeren. Beide Werke gehören zur spätmittelalterlichen Kunst Süddeutschlands. Abt Fabri unterstützte 1477 die Gründung der Universität Tübingen und verband das Kloster mit der Bildungsgeschichte Württembergs. Nach der Reformation wurde die Anlage evangelisch und erhielt 1563 ihren ersten evangelischen Abt. Seit 1817 beherbergt das Kloster ein evangelisches Seminar mit Internat. Der gerippte Kreuzgang öffnet den Blick auf den Klostergarten im Innenhof. Brunnenkapelle, Petrikapelle und Urbanskapelle ergänzen die mittelalterliche Anlage. Die Sakristei zeigt florale Deckenmalereien und verweist auf die kunstvolle Ausstattung des Klosters. Ein mittelalterliches Badhaus macht den Alltag der Mönche anschaulich. Im Innenhof liegt außerdem ein Kräutergarten nach dem Vorbild mittelalterlicher Klostergärten. Die Anlage verbindet religiöse Geschichte, spätgotische Architektur und eine bis heute überlieferte Bildungstradition.

Stadt
Blaubeuren
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