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Zeughaus

Das Zeughaus in Augsburg entstand zwischen 1602 und 1607 nach Plänen des Architekten Elias Holl. Seine von Joseph Heintz gestaltete Fassade verbindet Renaissance, Barock und Manierismus. Über dem östlichen Hauptportal kämpft der Erzengel Michael als Bronzegruppe gegen Satan. Dieses Motiv begegnet dir auch beim Augsburger Turamichele.

Der Bau diente zunächst als Waffenarsenal und Kaserne für bis zu 3.000 Soldaten. Mehrere Brände hatten frühere Zeughausbauten zerstört und den größeren Neubau veranlasst. Nach militärischen Jahren nutzte die Stadt ihn ab 1899 als Feuerwache. 1980 öffnete das Gebäude nach umfassender Sanierung als Bildungs- und Begegnungszentrum erneut. Heute nehmen Ausstellungen, Versammlungen, Seminare und Feiern die großen Säle ein. Die Toskanische Säulenhalle war einst Waffenlager und zeigt heute wechselnde Ausstellungen.

Im Gebäude finden Kultur, Gastronomie und Familienangebote zusammen. Die Zeughaus Stuben servieren bayerische Küche mit regionalen und saisonalen Zutaten. Unter Kastanienbäumen bietet der Biergarten Platz für bis zu 500 Gäste. Im Winter verwandelt sich der Innenhof in einen Veranstaltungsort für den Weihnachtsmarkt. Besonders anschaulich bleibt der Wandel vom Waffenlager zum offenen Kulturort mit rund 300.000 Besuchern jährlich.

Stadt
Augsburg
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