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Oost-Indisch Huis

Das Oost-Indisch Huis steht in Amsterdam als Bauwerk der Amsterdamer Renaissance aus dem frühen 17. Jahrhundert. Hendrick de Keyser wird als möglicher Entwerfer genannt, und ein Tor mit toskanischen Pilastern führt durch einen kurzen Tunnel in den Innenhof.

Der Bau entstand 1606 als Hauptsitz der Amsterdamer Kammer der VOC, der Niederländischen Ostindien-Kompanie. Lager, Verwaltung, Büro und Auktionsraum lagen hier zusammen, während zwanzig Regenten tagten, Schiffsbesatzungen angeworben und Archive sowie Kartensammlungen verwahrt wurden. West- und Nordflügel kamen in den 1660er Jahren hinzu, 1891 folgte nach dem Abriss des Bushuis ein Ostflügel von Cornelis Peters. Die Restaurierung von 1976 stellte den großen Sitzungssaal nach historischem Vorbild wieder her.

Heute nutzt die Universität Amsterdam Teile des Gebäudes für ihre Geisteswissenschaftliche Fakultät, während der Status als Rijksmonument an seine wechselvolle Geschichte erinnert. Amsterdam verband von hier aus Handel, Finanzwesen und koloniale Expansion, einschließlich der dunklen Seiten von Sklavenhandel und Umweltzerstörung. Besonders eindrucksvoll bleibt der Innenhof mit seinen umlaufenden Fassaden, hinter denen einst die Leitungen der VOC zusammenkamen.

Stadt
Amsterdam
Aktualisiert

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