Frida Neumann
Der Frida Neumann Stolperstein liegt in Neu-Ulm als kleine Messingplatte im Gehweg vor einem früheren selbstgewählten Wohnort. Das Pflaster bringt Fridas persönliche Geschichte direkt in den öffentlichen Raum. Frida Neumann wurde 1911 als Frida Heinbach geboren und lebte hier mit ihrem Ehemann Siegfried Neumann. Mehrere Stolpersteine erinnern in Neu-Ulm an weitere Mitglieder ihrer Familie.
Das Gedenkprojekt Stolpersteine entstand in den 1990er-Jahren durch den Künstler Gunter Demnig. Messingplatten im Straßenraum halten die Namen und Schicksale der Menschen individuell fest. Frida und Siegfried Neumann flohen 1937 nach São Paulo, Brasilien, vor der Verfolgung durch das nationalsozialistische Regime. Ihre Flucht verweist auf die Lebenswege jüdischer Menschen, die der Holocaust aus ihren Gemeinschaften vertrieb. Der Satz „Hier wohnte“ verbindet die Erinnerung mit dem konkreten Ort ihres früheren Lebens. Beim Vorübergehen macht der Stein Geschichte sichtbar und lenkt den Blick auf einen einzelnen Menschen.
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