Schmachtenberg
Schmachtenberg ragt als blockige Ruine über dem Tal und zeigt vier Rundtürme an den Ecken. Der klare quadratische Grundriss prägt die Silhouette über dem Tal. Vom Ziegelanger führt der Eselsteig hinauf, alternativ erreichst du die Anlage über die Schmachtenberger Steige.
Das Hochstift Bamberg errichtete die kastellartige Anlage zwischen 1420 und 1430 als bischöflichen Amtssitz und sichtbares Machtzeichen. Dendrochronologische Untersuchungen an originalen Bauhölzern bestätigen diese Bauzeit. 1466 nahmen Würzburger Kräfte die Burg ein, 1525 beschädigte der Bauernaufstand die Anlage erneut, 1554 brannten Truppen Albrecht Alcibiades sie nieder. Eine notdürftige Reparatur um 1645 stellte die frühere Gestalt nicht wieder her.
1695 entnahmen Bauleute der Ruine Steine für Arbeiten am Stadtschloss, bevor der bayerische Staat sie 1805 verkaufte. Die Familie Huck besitzt das Gelände bis heute. Zwischen 1995 und 2007 klärten Bestandsuntersuchungen, Sanierungsarbeiten und archäologische Grabungen die Baugeschichte genauer. An einer Ecke öffnet sich der Blick über Weinberge und Wälder, während Quadrat und Türme weiterhin auf Fernwirkung setzen.
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