Theodor Billroth
Theodor Billroth ist eine historische Station in Wien, die medizinische Arbeit und Musik zusammenführt. Sein Wiener Wirken verbindet Klinik, Lehre und Forschung.
Der 1829 in Preußen geborene Chirurg wurde 1867 Professor an der Universität Wien und leitete dort eine chirurgische Klinik. Zuvor hatte er in Berlin und Zürich gearbeitet. Sein Lehrbuch von 1863 forderte, gute und schlechte Operationsergebnisse vollständig zu veröffentlichen. Das stärkte eine offene Prüfung neuer chirurgischer Methoden. Mit antiseptischen Verfahren wagte er neue Eingriffe, darunter 1872 die teilweise Entfernung der Speiseröhre. Im Jahr 1873 entfernte er erstmals einen Kehlkopf vollständig. 1881 entfernte er einen krebsbefallenen Magenausgang, den Pylorus, und prägte damit die moderne Bauchchirurgie. Sein Leben endete im Jahr 1894 im heutigen Kroatien.
Seine Wiener Schule beeinflusste die chirurgische Ausbildung, und zugleich pflegte er eine enge Freundschaft mit Johannes Brahms. Er spielte als talentierter Amateur Klavier und Geige. Besonders greifbar bleibt, dass Brahms ihm seine ersten beiden Streichquartette widmete.
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