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Schottenstift

Das Schottenstift steht am Wiener Freyung-Platz, dessen Seite die barocke Klosterkirche prägt. Heinrich II. gründete es 1155 mit Mönchen aus dem Schottenkloster in Regensburg. Das mittelalterliche Kloster lag zunächst außerhalb der Stadtmauern und beherbergte auch ein Hospiz für Pilger. Schule, Bibliothek und geistiges Leben machten den Ort zu einem Bildungszentrum Wiens.

Nach dem Blitzeinschlag von 1638 entstand die Kirche nach Plänen von Andrea d’Allio dem Jüngeren und Silvestro Carlone neu. Ihr Westturm blieb dabei kaum höher als die Fassade. In den 1880er Jahren ergänzten Julius Schmid und Heinrich von Ferstel die Ausstattung um Deckenmalereien und einen Hochaltar mit Mosaik. Heute verbinden sich hier Kirche, Museum, Schule und ein Café mit dem weiterhin aktiven Benediktinerkloster.

Im Museum siehst du den spätgotischen Schottenmeisteraltar von etwa 1470 mit Ansichten des mittelalterlichen Wien. Weitere Räume zeigen Gemälde, illuminierte Handschriften, liturgische Gegenstände, historische Möbel und Dokumente. Im Innenhof stehen die Schwarze Madonna von Peter Nobile und ein Brunnen mit Heinrich II. Besonders anschaulich machen die Altarbilder Stadtmauern und den Stephansdom des 15. Jahrhunderts sichtbar.

Stadt
Wien
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