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Pfarre Aspern

Pfarre Aspern liegt im Wiener Bezirk Donaustadt, im Stadtteil Aspern, auf einem Hügel im Westen des Ortes. Die römisch-katholische Kirche ist dem heiligen Martin geweiht und trägt einen westlichen Viertelkreis-Anbau. Der Bau ist für Rollstuhlfahrer zugänglich und steht neben einem ehemaligen Wehrturm der Gemeinde.

Eine Überschwemmung zerstörte 1670 den Vorgängerbau, woraufhin die Kirche 1671 neu geweiht wurde. Während der Schlacht bei Aspern 1809 wechselte der Platz neunmal den Besitzer. Johann von Hiller ließ den Turm anzünden, weil französische Scharfschützen dort Schutz suchten. Zwischen 1810 und 1813 entstand der Wiederaufbau, später verlegte man die denkmalgeschützte Kanzel an die Ostseite. Im Inneren hängen ein Hochaltarbild von Ludwig Mayer aus 1862 und eine zweigeteilte Orgel von Johann Georg Fischer.

Vor der Kirche erinnert der Löwe von Aspern aus 1858 an die Gefallenen der Schlacht. Die Sebastianikapelle nördlich davon überstand die Kämpfe fast unversehrt und beherbergt seit 1979 das Museum Aspern-Essling 1809. An der Nordmauer bewahren Grabsteine und Mauerreste die Erinnerung an den alten Friedhof. Vier Glocken wiegen zwischen 120 und 620 Kilogramm, wobei die älteste aus 1856 stammt. Die Pfarre umfasst drei Gemeinden und betreut mehr als 13.000 Katholikinnen und Katholiken.

Stadt
Wien
Aktualisiert

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