Pfarre Aspern
Die Pfarre Aspern steht im Wiener Bezirk Donaustadt, im Stadtteil Aspern, auf einem Hügel neben einem ehemaligen Wehrturm. Die römisch-katholische Kirche ist dem heiligen Martin geweiht und stammt aus dem späten 17. Jahrhundert. Heute gehören auch der Kirchenplatz, die Sebastianikapelle und Reste des alten Friedhofs zum historischen Umfeld.
Eine Überschwemmung zerstörte 1670 den Vorgängerbau, woraufhin die neue Kirche westlich von Aspern entstand. Während der Schlacht bei Aspern 1809 wechselte das Gelände neunmal den Besitzer. Österreichische Truppen setzten die Kirche in Brand, weil französische Scharfschützen den Turm nutzten. Zwischen 1810 und 1813 erfolgte der Wiederaufbau, bevor Franz Claudius Demblin 1998 und 1999 einen Viertelkreis-Anbau ergänzte. Im Innenraum stehen eine denkmalgeschützte Kanzel, ein Hochaltarbild von Ludwig Mayer und eine zweigeteilte Orgel von Johann Georg Fischer.
Vor der Kirche erinnert der Löwe von Aspern aus dem Jahr 1858 an die Gefallenen der Schlacht. Die Sebastianikapelle von 1670 überstand das Gefecht fast unversehrt und beherbergt seit 1979 ein Museum zu Aspern-Essling 1809. An der Nordmauer bewahren Grabsteine und Mauerreste die Erinnerung an den früheren Friedhof.
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