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Kuffner Sternwarte

Die Kuffner Sternwarte liegt am Hang des Gallitzinbergs im Wiener Bezirk Ottakring, auf 302 Metern Seehöhe. Das kreuzförmige Gebäude entstand zwischen 1884 und 1886 nach Plänen von Franz Ritter von Neumann. Im Zentrum erhebt sich die Kuppel im dritten Stock, während Meridiankreis und Vertikalkreis im ersten Stock liegen.

Moriz von Kuffner finanzierte Bau, Ausstattung und Betrieb der privaten Forschungseinrichtung. Rasch entwickelte sie sich zu einem bedeutenden astronomischen Standort der österreichisch-ungarischen Monarchie. Karl Schwarzschild arbeitete hier an einer Formel zur fotografischen Photometrie schwacher Lichtquellen. Tausende Sterne wurden für die AGK-Sternkataloge vermessen, die Positionen von mehr als 100.000 Sternen erfassen sollten.

Vier Instrumente aus dem späten 19. Jahrhundert sind noch funktionsfähig, darunter ein 270-Millimeter-Refraktor und ein 132-Millimeter-Meridiankreis. Das 217 mal 3.000 Millimeter große Heliometer bestimmte bis 1910 sechzehn Sternentfernungen durch trigonometrische Parallaxe. Nach der Schließung 1915 und der Wiedereröffnung 1947 sanierte die Stadt Wien die Anlage von 1987 bis 1995. Heute verbindet sie astronomische Bildungsarbeit mit der Erhaltung historischer Geräte und kleinerer wissenschaftlicher Projekte.

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Wien
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