Forte Manin
Forte Manin, auch Forte Marghera genannt, liegt am Rand der venezianischen Lagune auf ehemals sumpfigem Gelände. Von hier sind es etwa vier Kilometer Luftlinie bis Venedig. Die Festung gehört zur Architekturgeschichte des befestigten Lagers von Mestre und verbindet Wälle, Kanäle und Grünflächen.
Der Bau begann 1805 nach dem Fall der Republik Venedig und dem Vertrag von Campoformio. Französische Pläne ergänzten sechs Außenbastionen, einen doppelten Wassergraben und das sternförmige Fort Campalto. 1849 verteidigten etwa 2.500 Patrioten den Ort gegen österreichische Truppen, darunter die studentische Artilleriekompanie Bandiera e Moro. Später erweiterte Italien das Verteidigungssystem mit weiteren Forts rund um Mestre, bevor die militärische Bedeutung nach dem Ersten Weltkrieg schwand.
Heute öffnet sich hier ein öffentlicher Park der Stadt Venedig für kulturelle Veranstaltungen. Der zentrale Bau besitzt eine fünfeckige Anlage mit vier Bastionen und einem ovalen Becken zur Lagune. Zwei französische Kasernen aus istrischem Stein konnten jeweils etwa 150 bis 200 Soldaten aufnehmen. Ins Auge fallen außerdem die doppelte Grabenanlage, zwei Pulvermagazine und drei außenliegende Lunetten.
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