Stolperstein für Wilhelm Lebrecht
Der Stolperstein für Wilhelm Lebrecht liegt in Ulm als kleiner, messingüberzogener Stein im Gehweg. Er erinnert an Wilhelm Lebrecht und seine Familie.
Wilhelm Lebrecht erweiterte mit seinen Brüdern die väterliche Lederfabrik und machte sie zu einem bedeutenden deutschen Unternehmen. Sein Leben verband die Lederwirtschaft mit seiner Leidenschaft für Musik. Im Lebrecht-Quartett spielte er Bratsche und gehörte damit zum musikalischen Leben Ulms. Die Familie lebte später in der Lebrecht-Villa.
Nach der nationalsozialistischen Verfolgung musste sie Geschäft und Wohnhaus aufgeben und Deutschland verlassen. Sie emigrierte in die Vereinigten Staaten und später nach Brasilien. Auch die Söhne gingen getrennte Wege ins Ausland. Curt ging in die USA, Walter nach Chile, Hans nach Palästina, und Heinrich floh nach Panama. Der Stein macht diese Wege im Ulmer Straßenraum sichtbar.
Er erinnert an jüdische Verfolgung und an die Zerstörung familiärer Lebensentwürfe. Er verbindet Wilhelms Namen mit Ulmer Industriegeschichte, musikalischem Leben und der Erinnerung an jüdische Verfolgung. Damit bleibt seine Familiengeschichte im Stadtbild präsent.
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