Museumsgarten
Der Museumsgarten liegt in Überlingen neben dem Städtischen Museum im spätmittelalterlichen Reichlin-von-Meldegg-Haus. Das Palais stammt aus dem Jahr 1462 und prägt den Zugang zum Garten. Hinter dem Museum öffnet sich auf einem ebenen Plateau eine geometrisch angelegte Fläche über den Dächern der Altstadt. Kastanien breiten ihre Kronen über die Rasenflächen aus. Von dort reicht der Blick bei klarem Wetter über den Bodensee bis zu den Alpen, während Skulpturen den Rundgang begleiten. Die Skulpturen stammen aus dem 16. bis 19. Jahrhundert.
Eine große alte Weinpresse, der Torkel, verweist auf die Weinbautradition der Region. Jüdische Grabsteine aus mehreren Jahrhunderten stehen ebenfalls zwischen den Wegen. Ihre verschiedenen Entstehungszeiten machen die wechselvolle Geschichte der jüdischen Gemeinde in Überlingen sichtbar. Einige gehören zu den ältesten Grabsteinen in Baden-Württemberg.
Der Gartenkulturpfad verbindet ihn mit Stadtgarten, Rosengarten, Badgarten und Villengärten. Unter den Bäumen finden gelegentlich Open-Air-Kinoabende, literarische Abende und Musik statt. Abseits der Hauptwege treffen hier Kastanienschatten, historische Steine und der Blick über den Bodensee zusammen.
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