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Église Réformée

Die Église Réformée steht in Frankreich und verbindet eine zurückhaltende Architektur mit der Geschichte französischsprachiger Protestanten. Ihre Fassade wirkt beinahe wie ein Bürgerhaus. Als der Bau im späten achtzehnten Jahrhundert entstand, durfte er keinen Glockenturm und kein Kreuz zeigen. Die Kirche liegt deshalb zurückgesetzt von der Straße. Im Jahr 1788 erhielten die Reformierten die Erlaubnis, diesen schlichten Ort für ihre Gottesdienste zu errichten. Zuvor feierten die Reformierten ihren Glauben oft verborgen.

Jean Calvin prägte die Gemeinde, organisierte französische Gottesdienste und förderte den ersten französischen Psalter. Gemeinsamer Psalmgesang gab der Gemeinde eine feste Stimme. Im Inneren ordnen ein rechteckiger Saal, Emporen und Sandsteinsäulen den klaren Raum. Ein Marmortisch für das Abendmahl ergänzt die klassizistische Kanzel von Ketterer. Die rekonstruierte Orgel orientiert sich an thüringischen Vorbildern und begleitet die Musik im Gottesdienst. Ihr Klang ergänzt den schlichten Raum des Gotteshauses. So bewahrt die Église Réformée sichtbare Spuren von Flucht, Beharrlichkeit und offen gelebtem Glauben.

Stadt
Straßburg
Aktualisiert

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