Muralla-Acueducto
Muralla-Acueducto bezeichnet die erhaltenen Abschnitte der Caños de Carmona in Sevilla. Zwischen den Häusern stehen Ziegelbögen einer römischen Wasserleitung. Sie brachte Wasser aus der Quelle Santa Lucía bei Alcalá de Guadaíra in das damalige Hispalis. Unterirdische Tunnel verbanden die erhöhten Strecken miteinander.
Die Anlage entstand zwischen 68 und 65 vor Christus. Ziegel bildeten den wichtigsten Baustoff. Im zwölften Jahrhundert ließ der Almohadenkalif Abu Yaqub Yusuf die Wasserleitung erneuern und teilweise neu errichten. Bis ins frühe zwanzigste Jahrhundert versorgte sie Sevilla mit Trinkwasser und trieb außerdem mehrere Mühlen an. Danach führten Stadtumbau und Beschwerden zum Abriss, der 1912 begann und bis 1959 dauerte.
Drei Abschnitte mit jeweils fünf Bögen blieben erhalten. Du findest eine Arkade in der Calle Cigüeña sowie zwei weitere an der Calle Luis Montoto. Der am besten erhaltene Abschnitt kam 1991 beim Abbau der Puente de la Calzada wieder zum Vorschein. In seiner Nische steht heute eine keramische Nachbildung der Virgen de las Madejas aus dem Jahr 1993.
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