Daugavgrīvas cietoksnis
Daugavgrīvas cietoksnis liegt nahe der Mündung des Buļļupe-Zweigs in die Daugava, westlich von Riga. Die Befestigung entstand im siebzehnten Jahrhundert während der schwedischen Herrschaft über Livland. Zwischen Fluss, Küste und Naturpark siehst du Wälle und Mauern, die den Zugang zur Daugava sicherten. Auf der gegenüberliegenden Flussseite liegt mit Mangaļsala eine weitere historische Befestigungsanlage.
Die heutige Anlage nahm 1608 Gestalt an, nachdem schwedische Truppen an der Daugava-Mündung eingetroffen waren. General Rothenburg entwarf sie 1641 im holländischen Stil. Steine der älteren Festung Dünamünde wurden 1653 für den Neubau am anderen Flussufer verwendet. Danach wechselten Schweden, Sachsen, Russland, Deutschland und die Sowjetunion ihre Kontrolle über das Gelände. Im neunzehnten Jahrhundert diente es als Winterhafen Rigas, später entstanden hier lettische Truppeneinheiten des Ersten Weltkriegs.
Teilweise abgerissene, erneuerte und umgenutzte Bereiche machen die politischen Brüche der Region sichtbar. Seit 2016 bringt das Kunst- und Kulturfestival Kometa zusätzliche Aktivitäten in die historischen Mauern. Der Bibelübersetzer Johann Ernst Glück lebte hier von 1680 bis 1683.
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