Zum Inhalt springen

1941

1941 in Riga steht für ein besonders dunkles Kapitel der Stadtgeschichte und führt zu den Verbrechen an ihrer jüdischen Bevölkerung. Vor dem Zweiten Weltkrieg lebten rund vierzigtausend Jüdinnen und Juden in Riga, mit eigenen Schulen, kulturellen Einrichtungen und politischer Vertretung. Nach der sowjetischen Annexion Lettlands besetzten deutsche Truppen die Stadt und machten sie zum Zentrum des Reichskommissariats Ostland. Deutsche Behörden und lettische Kollaborateure errichteten im Südosten Rigas ein Ghetto, in dem etwa dreißigtausend Menschen unter Zwang, Hunger und Isolation leben mussten.

Ende November und Anfang Dezember 1941 verschleppten deutsche Einheiten mindestens fünfundzwanzigtausend Menschen aus dem Ghetto in den nahegelegenen Rumbula-Wald. Dort ermordeten SS- und Polizeieinheiten sie mit Unterstützung lettischer Hilfskräfte, während ihre zurückgelassenen Habseligkeiten in Haufen lagen. Nur wenige Tausend Menschen überlebten das Ghetto, viele von ihnen wurden später in Salaspils oder Kaiserwald zur Zwangsarbeit deportiert. Riga wurde 1944 befreit, doch fast die gesamte jüdische Bevölkerung der Stadt war ermordet worden. Heute erinnern das Ghetto, der Rumbula-Wald und die früheren Lager an die Opfer und an die Folgen nationalsozialistischer Vernichtungspolitik.

Stadt
Riga
Aktualisiert

Diese Seite aufs Handy holen

Die App ist kostenlos: Sobald du dort stehst, beginnt die Geschichte von ganz allein.

  • Laden im App Store
  • Jetzt bei Google Play

Orte wie diesen reiht myTuur zu Touren durch Riga. Du wanderst von Spot zu Spot, und an jedem beginnt die Geschichte genau dort, wo du stehst. In der App gibt es jede Geschichte zum Lesen und zum Anhören.

Was ist myTuur?

myTuur ist eine kostenlose App für Stadttouren aus einzelnen Spots. Sobald du an einem Ort ankommst, beginnt seine Geschichte, drei bis vier Minuten zum Lesen oder Anhören.