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Kreuzhofkapelle

Die Kreuzhofkapelle steht als romanischer Sakralbau aus grob behauenen Steinquadern auf uraltem Siedlungsboden. Ihr schlichtes Langhaus endet in einer ruhigen Apsis. Die hoch sitzenden Rundbogenfenster weisen auf ein früheres Obergeschoss über dem Langhaus hin. Dieses Obergeschoss bot Reisenden und Bedürftigen Schutz und nahm Vorräte auf.

Die Kapelle entstand vermutlich in der Mitte des zwölften Jahrhunderts, wo bereits seit Jahrtausenden Menschen siedelten. Siedlungsspuren reichen bis ins fünfte Jahrtausend vor Christus zurück. Im zwölften Jahrhundert versammelten sich Friedrich Barbarossa, Heinrich Jasomirgott und Heinrich der Löwe auf der benachbarten Wiese. Dort stritten sie über die Zukunft Bayerns. Der Überlieferung nach besiegelten sie das Privilegium minus in diesen Mauern.

Bomben beschädigten die Kapelle gegen Ende des Zweiten Weltkriegs schwer. Georg Rauchenberger rettete sie mit privaten Mitteln. Nach der Zerstörung ermöglichte er ihre Wiederherstellung. Seine letzte Ruhestätte befindet sich im Inneren der Kapelle. Heute bewahrt der Steinbau Spuren von Schutz, politischer Geschichte und religiösem Leben.

Stadt
Regensburg
Aktualisiert

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