Xhamia e Arastes
Xhamia e Arastes steht in Prizren als einziger erhaltener Teil einer ehemaligen Moschee. Seit dem sechzehnten Jahrhundert ragt das unverputzte Minarett über die Dächer der Stadt. Seine quadratische Basis besteht aus Tuffsteinblöcken, die Kalkmörtel zusammenhält. Eine Holztür an der Ostseite führt zu einer inneren Holztreppe.
Evrenos-zade Jakup Bey ließ die Moschee zwischen 1526 und 1538 für Händler und Handwerker errichten. Der Arasta-Markt gehörte damals zu den wichtigsten überdachten Märkten Prizrens. Zwei Etagen enthielten unten Lagerräume und Händlerbüros, oben lag der Gebetsraum. Eine umfassende Restaurierung gelang 1911 auch mit zwei Zuwendungen Sultan Reşats. Bis etwa 1960 blieb die Moschee in Gebrauch. Danach verschwanden im Zuge der Modernisierung der Markt, alte Häuser, eine Brücke und schließlich das gesamte Gebäude.
Heute schützt die Republik Kosovo das Minarett als Kulturdenkmal. Der fehlende Putz lässt jede Steinstruktur deutlich hervortreten. Ein eingravierter Davidstern am Schaft gilt als osmanisches Steinmetzzeichen, nicht als religiöses Symbol. Der einzelne Turm erinnert an das frühere Handelsviertel zwischen der Sinan-Pascha-Moschee und dem Mehmed-Pascha-Hamam.
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