Turmpavillon
Der Turmpavillon steht in Potsdams Neuem Garten und zeigt sich als zweigeschossiger Sandsteinbau im neugotischen Stil. Ursprünglich diente der zweigeschossige Bau als Bibliothek. Gemeinsam mit Schloss Cecilienhof und dem Marmorpalais gehört er zu einem UNESCO-geschützten Ensemble.
Ende des achtzehnten Jahrhunderts entstand der Pavillon, dessen Bücher in den dreißiger Jahren ins Potsdamer Stadtschloss umzogen. Seit Ende neunzehnhundertneunzig steht das Ensemble unter dem Schutz der UNESCO. Ein Bombentreffer im Zweiten Weltkrieg ließ ihn zum Wasser hin kippen. Fast siebzig Zentimeter Neigung brachten ihm den Beinamen Schiefer Turm von Potsdam ein. Der Sandstein verfiel trotz vorläufiger Sicherungen weiter.
Zur Erhaltung wurden sechshunderteinundneunzig Natursteinblöcke vollständig abgebaut und das Fundament gründlich gesichert. Der Wiederaufbau mit Originalsteinen dauerte fünf Jahre und kostete vier Millionen einhunderttausend Deutsche Mark. Von der Arkade reicht der Blick über den Heiligen See zum Marmorpalais. Die Gotische Bibliothek bleibt gewöhnlich für die Öffentlichkeit geschlossen.
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