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Lepsiushaus Potsdam

Das Lepsiushaus Potsdam liegt am Pfingstberg in Potsdam und verbindet Hausmuseum, Forschung und Parkensemble. Du siehst ein Wohnhaus mit zweigeschossigem Anbau, Veranda und Pergola. Gustav Meyer entwarf den Park 1872 für den Bankier Henkel und prägte damit Potsdams Parklandschaft. Eine Marmorskulptur von Roland Stelter erinnert dort seit 2015 an zivile Courage.

Johannes Lepsius lebte hier von 1908 bis 1926 und wirkte als evangelischer Theologe, Humanist, Philosoph und Historiker. Sein Engagement galt der armenischen Bevölkerung in der Türkei, im Iran, auf dem Balkan, in Syrien und im Libanon. Nach der Restaurierung öffnete das Haus 2011 als Forschungszentrum für Genozidstudien. Dort verbinden sich die Untersuchung von Völkermord und die Förderung von Zivilcourage.

Die Baugeschichte reicht bis zum Weinmeisterhaus für Johann Gottfried Zeising zurück, der hier seit 1772 einen Weinberg bewirtschaftete. Ein Gewölbekeller aus der Zeit um 1800 bildet den ältesten Teil. Während des Kalten Krieges verfiel das Gebäude, bevor 1998 eine Sanierung mit staatlicher und privater Unterstützung begann. Seit 2004 begleitet die Deutsche Stiftung Denkmalschutz Arbeiten an Dach und Fassade. Die Marmorskulptur „Zivilcourage“ steht als sichtbares Zeichen gegen Völkermord und Kriegsverbrechen im Park.

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Potsdam
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